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Donnerstag, 11. Januar 2018 12:50 Uhr

Spannende Vollmondführungen im Tierpark Sababurg

Hofgeismar (mk). Hinter den historischen Mauern des Tierparks Sababurg in Hofgeismar erstreckt sich eine weitläufig gewachsene Naturlandschaft, die allein von ihren herrlichen alten Baumbeständen schon zu bewundern ist. Neben den bekannten einheimischen Tierarten sind hier auch bereits ausgestorbene Tiergattungen wieder nachgezüchtet worden. Der Tierpark Sababurg hat ein extrem ausgedehntes Areal von 130 ha Fläche und beheimatet Tierarten, denen genügend Platz in ihren großen Gehegen eingeräumt wird. Davon konnten sich bei zwei abenteuerlichen Vollmondführungen am vergangenen Wochenende 80 Teilnehmer überzeugen und an informativen, aber vor allen Dingen spannenden Geschichten während der Vollmondführung erfreuen.

Für alle Generationen ein Abenteuererlebnis in der Natur

Bereits jahrelange Kenner des Tierparks Sababurg wissen: Wenn der eigentliche Tierparkbetrieb und die Hauptkasse im Winter ab 16 Uhr schließen, dann ist Zeit für die Vollmondführungen im Tierpark Sababurg in Hofgeismar. Dort in der unmittelbaren Lage des märchenhaften Dornröschenschlosses Sababurg kann noch Natur pur gespürt und erlebt werden. Dafür sorgt das gesamte Team des Tierparks voller Leidenschaft mit seinen überaus vielfältigen und äußerst verlockenden Veranstaltungen, welche über das ganze Jahr geboten werden. Den Anfang machten nun erneut im neuen Jahr die Vollmondführungen, die sich in zwei Gruppen und ebenso an zwei Tagen aufteilten, da wie erwartet das Besucherinteresse enorm war. Die wartenden neugierigen Teilnehmer an diesen beiden Abenden der Führungen bestanden aus langjährigen Besuchern des Tierparks unterschiedlichster Generationen. Da waren Eltern mit ihren kleineren und bereits auch schon größeren Kindern oder Großeltern mit Enkelkindern und unternehmungslustige Teenager mit Patentante und Onkel am Tor des Museums des Tierparkes anzutreffen. Dieser wurde als Treffpunkt zur groß ausgedehnten Vollmondwanderung vereinbart.

Wolfsexperten und deren spannende Erzählungen bei Vollmond

Die Führungen durch den Tierpark zur abendlichen Stunde wurden von Dr. Sandy Rödde und dem hessischen Wolfsbeauftragten Dieter Sellemann geleitet. Beide sind langjährige Mitglieder im Team des Tierparks der Sababurg und Experten im Bereich der Wölfe. Gleich zu Beginn der gut zweistündigen Führung, gab es eine Menge zu erfahren über Bachen und ihre Frischlinge. Die momentanen Bestände der Wildschweine und ein Hinweis, wie bei Begegnungen mit diesen Tieren sich Menschen zu verhalten hätten. Das alles bei fast absoluter Dunkelheit, denn Taschenlampen waren zu dieser besonderen Wanderung tabu, und wie bald später einige der Teilnehmer feststellen konnten auch gar nicht nötig. Denn nach geraumer Zeit gewöhnt sich unser Augenlicht an die vorhandenen Begebenheiten und es wird viel mehr wahrgenommen. So auch das plötzliche „Singen“ der Wölfe aus einiger und gesicherter Entfernung. Damit markieren die einzelnen Wölfe, die meist aus acht Tieren  bestehen, ihr Revier und verständigen sich mit anderen Wolfsrudeln. Das passiert von den acht Wölfen in den Mauern der Sababurg auch mit Wolfsrudeln außerhalb dieser Mauern, so der hessische Wolfsbeauftragte Dieter Sellemann. Denn der Wolf hat Einzug in Deutschland gehalten und ist nicht zu unterschätzen in seiner Zahl des Auftretens. Auch an anderen Tieren kommen die beiden Gruppen an diesem Abend vorbei, über die es Interessantes zu berichten gibt. Die Steinkatze, allseits auch als Vielfraß bezeichnet, gilt als ein mit Respekt sich zu näherndes Wildtier. „Sogar der Braunbär bedient sich in der freien Speisekammer der Wildnis erst an Aas, wenn die Steinkatze satt ist und er sich vor ihr sicher fühlen kann“, so die fesselnden Erzählungen Dieter Sellemanns. Auch kann der Wolfsbeauftragte Sellemann einiges über die Geschichte der umschließenden Mauer des Tierparks Sababurg erzählen: „Die jetzigen Mauersteine des Tierparks gehörten eigentlich der Burg Schönberg und wurden von dieser abgetragen. Einst umgab den Tierpark eine mächtige Schwarzdorn und Brombeerhecke.“ Gar nicht so abwegig soll doch Dornröschen vor langer Zeit sich hier ausgeruht haben.

Wärmende Lagerfeueridylle und eine stärkende Gulaschsuppe

Nach mehr als zwei Stunden abendlicher Wanderung durch einen Teil des Sababurger Tierpark trafen die zwei Wolfsexperten Dr. Sandy Rödde und der hessische Wolfsbeauftragte Dieter Sellemann mit ihren Teilnehmern zu einer deftigen Gulaschsuppe, leckerem Kirschglühwein und heißem Kakao an der Kirche im Tierpark der Sababurg ein. Bei einem wärmenden Getränk und zum Teil noch über weitere spannenden Geschichten des Tierparks und seine Bewohner fanden sich noch etliche Teilnehmer am Lagerfeuer ein, bevor sich an diesem Abend die Pforten des Tierparks Sababurg schlossen.

Fotos: Melanie Klemm

 

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