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Sonntag, 12. November 2017 12:33 Uhr

Auf einen Kaffee mit ... Heike Bürger aus Liebenau

Heike Bürger betreibt seit knapp zehn Jahren eine Nahkauffiliale in Liebenau. Die Geschäftsfrau aus Nordhessen schätzt es, dass sie ihre Kunden fast alle persönlich kennt. Foto: Matthias Braun

Liebenau (mab). Heike Bürger betreibt seit knapp zehn Jahren eine Nahkauffiliale in Liebenau. Die Geschäftsfrau aus Nordhessen schätzt es, dass sie ihre Kunden fast alle persönlich kennt. „Das macht für mich den besonderen Reiz aus“, strahlt Heike Bürger. Unser freier Mitarbeiter Matthias Braun hat sich mit ihr auf einen Kaffee getroffen - und wollte von der Einzelhändlerin wissen: Wie kann man in Zeiten von Internet und Geschäftssaufgaben mit einem kleinen Supermarkt in einer Kleinstadt überleben?

Heike Bürger kam per Zufall nach Liebenau: „Mir wurde dieser Laden angeboten, und ich fand die Idee gut. Hier auf dem Land kennt jeder jeden, und es gibt auch keine Probleme mit Ladendiebstählen.“ Die Kunden des Nahkaufs sind vorwiegend Stammkunden, erklärt sie. Kunden, die aus der Liebenauer Kernstadt und auch aus den umliegenden Orten zu ihr kommen. Das Geschäft, das den Charme eines klassischen kleinen Dorfladens hat, bietet alles, was man zum täglichen Leben braucht: Milch, Brot, Käse, Wurst, Kaffee, Eier. „Mit diesem Sortiment bin ich gut aufgestellt. Die Menschen, die in Liebenau und Umgebung wohnen, müssen nicht weit fahren, um ihre Lebensmittel zu besorgen. Sie alle kommen gerne hier her“, weiß Heike Bürger. Sie selbst steht täglich in ihrem Geschäft. Bis auf einen Nachmittag in der Woche. Dann hat sie frei. Unterstützt wird sie lediglich von einer 450-Euro-Kraft.

Zu schaffen machen ihr nicht die vielen Angebote im Internet, sondern vielmehr die Baustellen in der Hinteren Straße und im Alten Steinweg. Die Baustellen in der Hauptverkehrszone des Ortes sorgen bei ihr für deutliche Umsatzeinbußen. „Lebensmittel werden gerne persönlich gekauft, nicht online bestellt. Durch die Baustelle allerdings habe ich etwa 40 Prozent der Kunden verloren“, sagt Heike Bürger. Auch aus den Nachbarorten kommen weniger Kunden zu ihr in die Filiale. Aufgeben ist für sie dennoch keine Option. Durch die Beendigung des ersten Teils der Baustelle habe sich die Lage bereits ein wenig stabilisiert. Zufrieden zeigt sich die Einzelhändlerin mit der Zusammenarbeit mit der Liebenauer Stadtverwaltung und Bürgermeister Harald Munser. „Der Bürgermeister hat uns immer über alles informiert“, sagt sie zufrieden. Heike Bürger ist und bleibt hoffnungsfroh: „Wenn die Baustelle im Sommer 2018 fertig ist, hoffe ich, dass alle Kunden den Weg zurück zu mir finden.“

Der nächste "Auf einen Kaffee mit" Artikel erscheint am Sonntag, den 26.11.2017.

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